Märchenbühne Trillevip
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 Märchenbühne Trillevip
 


Trillevip

Sigrid Früh, www.sigrid-frueh.de, die Grandedame der Märchenforschung und Erzählkunst, ist die Taufpatin der Märchenbühne Trillevip. Anita Glaser und Dorothea Hartmann stellen sich mit ihrem Theaterschaffen in den Dienst der Märchen, was die Namensgebung bekunden soll.

„Märchen schöpfen aus den Quellen einer universellen Mythologie“, so Sigrid Früh und: „Sie vermitteln uns die Stimmung des Wunderbaren und Zauberhaften“. Märchen vermögen den Sinn fürs Wunderbare zu erschliessen, eine Voraussetzung, damit es sich ereignen kann. Und wer möchte nicht Wunderbares in seinem Leben erfahren?

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Aufführungen zur Hälfte von Kindern und zur Hälfte von Erwachsenen besucht werden. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Anita Glaser und Dorothea Hartmann der Weisheit der Märchen vertrauen und stets nach der „Märe“ (Kunde, Botschaft), die ihnen zu Grunde liegt, suchen. Die „Märchen als Geschichten vom möglichen Gelingen“ (Goethe) können Mut machen, den eigenen Weg zu gehen, Krisen durchzustehen, und das gute Gelingen zu erhoffen.

Die zwei Theaterfrauen setzen Märchen möglichst einfach und in Originaltreue für die Bühne um, damit die Phantasie und Spielfreude des Publikums angeregt werden. Erzählen Eltern, dass ihre Kinder zu Hause die Märchen nachspielen, erfüllt sich diese Absicht. Ebenso achten sie darauf, dass nichts Modernisierendes, kein Sarkasmus, nichts Verulkendes Einlass findet, denn: es ist nicht nötig! Märchen leben aus einer selbsttragenden, autonomen Kraft, die, wird sie ernst genommen, einen unerschöpflichen Reichtum entfaltet.

Trillevip ist das skandinavische Rumpelstilzchen. Diese hilfreichen Männchen tauchen als Hans Öfelichächeli (Schweiz), Konrädle und Binseli-Bänseli (Süddeutschland) und Puriznigele (Österreich) in eigenständigen Märchen verschiedener Länder auf. Sie alle verfügen über magische Fähigkeiten, insbesondere der des Spinnens – also könnte vermutet werden, dass sie zu Frau Holle, der frühen Muttergottheit, in einer nahen Verbindung stehen. Anita Glaser und Dorothea Hartmann wollen seidene Fäden spinnen, so wie’s Frau Holle lehrt, um das Märchenkulturgut zu pflegen, wertzuschätzen und an Interessierte weiter zu geben.

  www.maerchengesellschaft.ch